Drohnenüberwachung in der Landwirtschaft: große Vorteile für die Optimierung von Ressourcen
Bei Vermessungsarbeiten im Weinbau hat sich die Drohne als unverzichtbares Instrument für die morphologische und vegetative Analyse der Kulturen erwiesen.
Genaue und unmittelbare Informationen über den Gesundheitszustand der Pflanzen sind entscheidend für die Planung gezielter und wirksamer Maßnahmen zur Optimierung der Bewässerungs- und Pflanzenschutzmittelverteilung, was zu geringeren Kosten, dem Schutz der Kulturen und einer höheren Produktivität führt.
In Situationen wie kritischen Wetterereignissen kann die drohnenbasierte Analyse zudem die schnellste und effektivste Lösung darstellen, um sich ein genaues Lagebild zu verschaffen und die geeigneten Maßnahmen zu planen.
Im vorliegenden Fall wurden multispektrale Daten, die mit dem Sensor MicaSense Altum-PT auf der UAV-Plattform MAVtech RX3 erfasst wurden, zur Überwachung eines traditionell erzogenen Spalierweinbergs verarbeitet.
Hochauflösende multispektrale und thermische Bilder wurden anschließend mittels eines photogrammetrischen Structure-from-Motion-(SfM)-Workflows verarbeitet und ermöglichten die Erstellung eines georeferenzierten Orthomosaiks, eines digitalen Höhenmodells (DEM), einer dichten Punktwolke sowie eines 3D-Modells des Weinbergs – essenzielle Werkzeuge für die morphologische und vegetative Analyse der Kultur.
Spezifische Vegetationsanalyse-Algorithmen wurden anschließend angewendet, um den Blattflächenindex (LAI) sowie die Indizes MCARI/OSAVI zu berechnen, die zur Bewertung des physiologischen Zustands der Vegetation, der Wuchskraft und der chlorophyllbezogenen Reaktion dienen.
Durch den Vergleich des NDVI (Normalized Difference Vegetation Index) und des NDRE (Normalized Difference Red Edge Index) wurden Unterschiede in der Sensitivität bei der Bewertung des vegetativen Zustands des Weinbergs aufgezeigt. Insbesondere ist der NDRE effektiver bei der Analyse von Kulturen mit hoher Blattdichte und zeigt sich empfindlicher gegenüber Veränderungen des Chlorophyllgehalts in späteren Stadien des Vegetationszyklus im Vergleich zum traditionellen NDVI.
